Hey Jules, willkommen in der FPV-Welt 👋 ![]()
Du liegst genau richtig: Erst Regeln checken, dann Gas geben.
Ich versuche es dir mal so ausführlich wie möglich zu beantworten.
Kurz zu den Basics in Deutschland / EU:
- Haftpflichtversicherung für Drohnen ist Pflicht, auch privat.
- Mit Kamera brauchst du eine Registrierung beim LBA (was ja bei FPV eh klar ist) und eine eID auf der Drohne.
- Max. 120 m Höhe über Grund in der offenen Kategorie - FPV ist immer Kategorie 3.
FPV & Spotter – wann brauchst du jemanden daneben?
Im „normalen“ Open-Category-Betrieb sagt EASA:
Der Pilot muss die Drohne in Sichtweite (VLOS) halten. Mit FPV-Brille ist erlaubt, wenn
- du die Drohne trotzdem jederzeit direkt sehen könntest (z. B. sehr nah vor dir, Brille nicht komplett abschottend), oder
- ein Spotter neben dir steht und den Luftraum beobachtet.
In der Praxis heißt das: Mit klassischer FPV-Brille, die deine Augen komplett verdeckt, brauchst du ohne Sonderregelung einen Spotter.
Wann ist FPV auch alleine ohne Spotter erlaubt?
In Deutschland gibt es die sogenannte "Verbandsregelung" (z. B. DMO, über die auch einige Versicherungen laufen, wie zum Beispiel hier die Private Drohnenversicherung). Dort gilt:
- FPV-Flug ohne Spotter bis 30 m Höhe über Grund ist erlaubt,
- solange du Mitglied bist,
- die Drohne unter 25 kg bleibt und
- sie in einer Entfernung fliegt, in der du sie theoretisch noch mit bloßem Auge erkennen und sicher steuern könntest.
Das ist der Punkt, wo du legal alleine FPV fliegen kannst – aber eben nur unter dieser Verbandsbetriebserlaubnis.
Mein persönlicher Tipp Für den Start:
- Versicherung + Registrierung sauber machen,
- A1/A3-Nachweis direkt beim LBA machen,
- Mitglied im Verband / Modellflugverein prüfen, wenn du gern ohne Spotter bis 30 m fliegen willst,
- sonst lieber mit Spotter – was ich dir für den Anfang eher empfehlen würde, da es auch sicherer, gerade als Anfänger ist.
Ich weiß... etwas lang aber denke und hotte mal, dir damit weitergeholfen zu haben ![]()
Lg